Passivhaus als effi-Klimahaus2018-06-27T18:40:56+00:00

Passivhaus als effi-Klimahaus

 Wärmepumpe Vaillant Geotherm VWS 6 kW
Solaranlage 6 Vaillant Flachkollektoren VFK
Vaillant Puferspeicher allstor mit
Frischwasserstation
Lüftungsanlage Aerex RecoBox Comfort
Heizflächen Wandheizung mit Kupferrohr
Cuprotherm CTX in Lehmputz
Energiestandard Passivhaus
Planung Architekt Leo Schwering
SWB GmbH
Fertigstellung Herbst 2010

effi ist ein neues Konzept für Passivhäuser, das die 81fünf AG für die LBS entwickelt hat. (Die 81fünf AG ist ein Zusammenschluss von Holzbauunternehmen, Architekten und Haustechnikern)

Mit dem Architekturbüro Leo Schwering aus Iserlohn und weiteren Partnern aus dem Arbeitskreis Ökobau Ruhrgebiet haben wir im Kreis Recklinghausen ein Passivhaus mit den neuen Konzept effi realisiert.

17 Grad im Schlafzimmer, 21 Grad im Wohnbereich und 24 Grad im Badezimmer – bei diesen Temperaturen fühlt man sich wohl. Passivhäuser konnten das bisher nicht leisten und halten eine konstante Temperatur im gesamten Haus.

Bisher waren Passivhäuser vor allem für eine sehr ökologisch beziehungsweise technisch interessierte Käuferschicht interessant. Mit effi sieht das anders aus. Bei dem neuen Konzept ist vor allem der Wohnkomfort verbessert. Anders als in herkömmlichen Passivhäusern ist bei effi die Temperatur individuell regelbar. Durch den Einbau von Wandheizungen, Heizkörpern oder einer Fußbodenheizung ist eine spontane und raumweise Erwärmung des Gebäudes möglich. In diesem Klimahaus wohnt man komfortabel und das bei sehr geringen Betriebskosten. Die Anschaffungskosten liegen lediglich 10 bis 15 Prozent höher als bei herkömmlichen Gebäuden.

Passivhäuser erfordern eine sehr gute Dämmung. Das effektivste Verfahren hierfür ist der Holzrahmenbau. Die statischen Elemente werden wie bei Fachwerkhäusern aus Holz erstellt. Die Gefache werden mit dem Dämmstoff Isofloc gefüllt. Isofloc ist ein umweltfreundlicher Dämmstoff, der aus Papier hergestellt wird. Isofloc hat hervorragende Dämmeigenschaften und hat einen guten sommerlichen Wärmeschutz.

Dieses Passivhaus wurde von unserem Partner aus dem Arbeitskreis Ökobau, der Firma wohnbehagen aus Gescher errichtet. Auch wenn ein Passivhaus nur noch wenig Energie für die Heizung benötigt, benötigt es eine Heizquelle für die Raumheizung und Warmwasserbereitung. Die Heizquelle kann ein Holzpelletofen im Wohnraum sein, oder wie in diesem Passivhaus in Oer-Erkenschwick eine Wärmepumpe.

Hausansicht mit Sonnenkollektoren
Haustechnik im Keller mit Wärmepumpe und Solarspeicher
Erstellung des Erdkollektors für die Wärmepumpenheizung

Die Wärmepumpe der Firma Vaillant hat als Wärmequelle einen Kollektor aus PE-Rohren, den wir in 1,5 m Tiefe im Erdreich verlegt haben. Hier nimmt der Erdreichkollektor die Umweltwärme auf und führt Sie über die Wärmepumpe der Heizung zu.

Natürlich wird auch die Sonnenergie für die Heizung und das warme Wasser genutzt. Hierfür haben wir Flachkollektoren von Vaillant mit einer Kollektorfläche von 15 m² installiert.

Geheizt wird das Haus mit einer Wandheizung. Die Kupferrohre werden auf der Rohwand befestigt und dann verputzt. Durch die verputzte Wandheizung werden auch bei den niedrigen Vorlauftemperaturen der Wärmepumpe nur kleine Wandflächen für die Heizung benötigt. Für ein gutes Raumklima wird die Wandheizung mit einem Lehmputz versehen. Der Lehm „atmet” und reguliert die Luftfeuchte des Wohnraums. Lehmbaustoffe sind ein natürlicher Baustoff aus der Region. Auch für die Lehmarbeiten haben wir einen erfahrenen Partner im Arbeitskreis Ökobau, die Firma Menting aus Schermbeck.

Ein weiteres wichtiges Bauteil für ein Passivhaus ist die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Lüftungsanlage sorgt für ein angenehmes Raumklima und eine hygienische Raumluftqualität. Durch die Wärmerückgewinnung werden die Verluste für die Wohnungslüftung um 90 % verringert.

Wandheizung cuprotherm CTX mit Lehmputz